Employer Branding Film für eine starke Arbeitgebermarke

Employer Branding – ein Begriff, der häufig im Zusammenhang mit aktuellen Themen wie dem Fachkräftemangel oder der digitalen Mitarbeitergewinnung fällt. Employer Branding beschreibt Marketingmaßnahmen, die Unternehmen nutzen, um sich in einer bestimmten Zielgruppe als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

Warum Employer Branding?

Viele Firmen unternehmen wenige bis gar keine Aktivitäten, um Ihre Marke für potenzielle Mitarbeiter interessant zu machen. Unteranderem aus diesem Grund haben Konzerne und auch kleine und mittelständische Unternehmen heute häufig mit dem Mangel an Fachkräften zu kämpfen und können offene Stellen nicht fristgerecht besetzen. Sie sind für potenzielle Kandidaten unsichtbar oder verlieren Bewerber an einen Mitbewerber. Nur wenige Unternehmen haben sich bislang auch im digitalen Marktumfeld als attraktiver Arbeitgeber positioniert. Nicht zuletzt, weil sie selbstverständlich primär mit anderen Dingen in Verbindung gebracht werden möchten, als mit tollen Features für Ihre Mitarbeiter. Das liegt wiederum daran, dass das Thema Employer Branding meist noch nicht professionell angegangen wurde. Denn wer sich bewusst um seine Positionierung und Wahrnehmung im Arbeitsmarkt kümmert, kann die Qualitätseiner Bewerber beeinflussen und schneller offene Stellen besetzen. Über digitale Plattformen kann zudem die Aussteuerung der Marketingaktivitäten auf eine ganz bestimmte Zielgruppe begrenzt werden. Eine hohe Attraktivität der Arbeitgebermarke geht häufig mit hoch qualifizierten Bewerbern und Mitarbeitern einher, die auch ihrerseits das Image des Unternehmens positiv beeinflussen. Für moderne Firmen ist das Employer Branding bereits heute ein fester Bestandteil der Marketingstrategie.

Digitales Employer Branding

Wo würden Sie heute nach einem geeigneten Job suchen, wenn Sie die Wahl hätten? Wahrscheinlich auf einer der vielenOnline-Plattformen, die sie aus hunderten Angeboten wählen lassen oder Ihnen auf Basis des zugrundeliegenden Algorithmus bereits automatisch passendeStellen zuspielen. Das spart Zeit und ist schon lange es gang und gäbe. Einmal nach einem Jobangebot erkundigt, werden Sie auf allen möglichen Websites, dieSie im Anschluss besuchen, förmlich überrollt von eventuell passenden Stellenofferten. Doch auch, wenn Sie einen konventionelleren Weg gehen sollten– die erste Wahrnehmung eines Unternehmens spielt in jedem Fall eine enorm wichtigeRolle in Ihrem Entscheidungsprozess - auch wenn es dabei vorerst „nur“ um einenKlick oder ein genaueres Hinschauen geht.

Da der Großteil unserer Recherchearbeit und auch unserer Kommunikation mittlerweile auf digitalen Endgeräten abläuft, lohnt es sich die damit verbundenen Medien auch im Bezug auf das Thema Employer Branding genauer unter die Lupe zu nehmen. Die tägliche Nutzungsdauer von sozialen Netzwerken und anderen Plattformen oder Websites wächst kontinuierlich. AndereMedien hingegen, wie Print oder Fernsehen verlieren immer mehr an Bedeutung. Ein idealer Zeitpunkt, um sich als Unternehmen im digitalen Umfeld zu positionieren und mit den richtigen Werbemitteln auf den richtigen Plattformen die richtige Zielgruppe anzusprechen. Das gilt sowohl für vorhandene und neue Kundensegmente, als auch für den Arbeitsmarkt.

Ein großer Vorteil des digitalen Employer Branding ist, dass die Maßnahmen noch gezielter an jene Menschen gerichtet werden können, für welche die Botschaft tatsächlich bestimmt ist. So kann granular in einer bestimmten Zielgruppe geworben werden, ohne das Image des Unternehmens in einem anderen Segment zu beeinflussen. Während in vielen traditionellen Medien derStreuverlust aufgrund der breiten Leser-/Zuhörerschaft hoch ist, kann dieser in den Online-Medien durch detailliertes Targeting erheblich reduziert und damit einhergehend jegliche Aktivität messbar gemacht werden.

Welche Plattformen eignen sich am besten für das digitale Employer Branding?

Die Bandbreite der Möglichkeiten im Internet wächst in etwa proportional zur Internetnutzung. Je nach Branche gibt es daher ein entsprechendes Angebot an digitalen Kanälen, die sich für das Employer Branding grundsätzlich guteignen. Oftmals macht auch eine Kombination von mehreren Plattformen Sinn.

Social Media Plattformen
Social Media Plattformen bündeln einen Großteil des gesamten Online-Traffics und eignen sich aufgrund der hohen Reichweite und der vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten von Beiträgen besonders gut für die Durchführung von Marketingmaßnahmen zum Employer Branding. Außerdem erzielen Unternehmen durch die eben aufgeführten, feinen Targetierungsoptionen, sowie die Nutzung von Profiling und Remarketing eine hohe Effektivität und Effizienz bei ihren Aktivitäten. Als performante Plattformen haben sich hier vor allem Facebook und Instagram, LinkedIn und YouTube über die Jahre bewährt. Manche Unternehmen testen im Moment auch die neue Trend-Plattform TikTok zur Ansprache von Gen Y und Gen Z. TikTok könnte sich daher unter Umständen in der nächsten Zeit ebenfalls als wertvoller Kanal für Employer Branding Maßnahmen erweisen.

Google Display Network
Das Google Display Network (GDN) besteht aus mehreren Millionen Websites, die am Google AdSense Programm teilnehmen und auf denen auktionsbasiert Werbung geschaltet werden kann. Eine interessante Möglichkeit für Firmen zielgruppenspezifische Medien auf relevanten Websites zu platzieren. Da auch das Google Display Network über kleinteilige Targetierungsmöglichkeiten verfügt und ebenso Remarketing und Profiling ermöglicht, steckt auch in dieser Plattform großes Potential für Firmen und die Verbreitung Ihrer Message im Bezug auf das Employer Branding.

Bewertungsplattformen
Erfahrungsberichte schaffen Vertrauen und Social Proof. Bewerber sehen sich gerne die Bewertungen eines Arbeitgebers an, bevor Sie sich dazu entscheiden mit dem jeweiligen Unternehmen in Kontakt zu treten. Als bekannteste und meist genutzte Plattform in der DACH-Region hat sich kununu von XING etabliert. Hier können Mitarbeiter eines Unternehmens anonym Erfahrungen zu Gehalt, Arbeitsklima und Co. teilen und der Firma basierend auf vielen Kriterien eine Bewertung geben. Ein positiver Bewertungsdurchschnitt sorgt für eine gute Reputation und macht einen interessanten Eindruck auf potenzielle Bewerber.

Dominik Schneeberger

Marketing Director

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